Apples and Yoghurt

Filed under: Info — MB at 11:57 am on Wednesday, May 27, 2009

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british-flag.jpg When visitors come to The Nest they sometimes ask us: what can we bring for the children? How much time can we spend at The Nest? The answer is not hard: you can spend as much time at The Nest as you like. Come prepared with a game or activitiy that you can play with the kids, read to the children or simply spend time with them. You will make them extra happy if you bring along a (healthy) snack to share! Especially fresh fruit like watermelon, pineapple, apples or mangos will be much appreciated, as the kids hardly every get a taste of  comparatively expensive produce. They also love yoghurt and mixed nuts – both items that The Nest cannot afford to buy for them and yet many of us would not consider these things a luxury.  Please consider, what might be very normal to a visitor, may be very special to the kids!

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german-flag.jpg Wenn Besucher ins Nest kommen wollen, fragen sie uns manchmal vorher: Worüber freuen sich die Kinder? Die Antwort fällt nicht schwer. Ein Nachmittag im Nest vergeht schnell. Vor allem, wenn man ein Spiel oder eine Bastelidee mitbringt, den Kindern ein Buch vorliest oder mit ihnen singt. Über sinnvolle Beschäftigung freuen sich die Kinder ganz besonders! Freude bereitet natürlich auch eine kleine Köstlichkeit zum Austeilen – besonders frisches Obst wird sehr geschätzt. Mangos, Ananas, Wassermelone oder Äpfel sind lokal erhältlich und für den Besucher keine Besonderheit. Auch Joghurt oder Nüsse würden die meisten nicht als Luxus bezeichnen. Dennoch – für die Kinder im Nest sind viele unserer Alltäglichkeiten etwas, was es nur an Festtagen gibt. Oder eben, wenn Besucher kommen…

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Sad news. / Trauer.

Filed under: News — MB at 4:03 pm on Thursday, May 7, 2009

british-flag.jpg Today we have to share a sad happening with you:
One of our children – Dennis 12yrs – tragically passed away. His death has really shocked everyone at The Nest and it still seems so unreal and unfair that he had to go. We all don’t want to believe what has happened.
Dennis, his  younger sister and his little brother have been in the care of The Nest for about a year. Their mother is facing a five-year imprisonment and their father was not willing/able to care for the children. Both Dennis and his sister had proved good academic standards upon arrival at The Nest, thus we had tried to find a sponsor for both of them, in order to enable them to attend a good boarding school.

dennis-and-kidsDennis (blue sweater) with other kids at The Nest

It all started during the week before Easter when the boarding school suddenly called The Nest to inform us that Dennis was “not feeling well”. Our social worker went to pick Dennis up from school and the nurse took him to the nearest hospital where he was hospitalized and treated with antibiotics because of amoeba. Two days later he was released from the hospital and taken to The Nest where he spent a day not feeling any better. The nurse of The Nest called Irene that day and described that the boy didn’t seem to recover. Irene decided to have him taken to Getrude’s Children’s Hospital immediately (an expensive children’s hospital for the middle and upper class in Nairobi) where he was once again hospitalized and tests started all over. Irene visited the boy everyday but none of the doctors could tell her any diagnosis. The doctors always had excuses and would say that “tests are still going on”. Four days later – on Good Friday – the nurses from Getrude’s Children’s Hospital called and said the boy had been transferred to the Intensive Care Unit and had been given oxygen, as his breathing was not normal. Immediately Irene and her co-workers from the Halfway House rushed to the hospital in order to talk to a doctor but again the doctor was unwilling to give much explanation. He mentioned that a chest expert was to examine the boy later in the afternoon. At 11 pm that same day, we got a call from the hospital that the boy had just died.

Until now the hospital (referred to as the best children’s hospital in Kenya!) has not given any proper diagnosis. It’s hard to believe that the child actually spent 4 days in this hospital and still the doctors never managed to come up with any treatment plan or medication. It almost seemed like the doctors don’t care as much, when they hear that a child is from a children’s home. We can only hope that Dennis didn’t suffer from too much pain and he didn’t feel too lonely (housemother Alice was with him through out).

In the meantime Dennis has been buried in his hometown of Murang’a which is also where his mother is imprisoned. Unfortunately his mother never got to see him again. Irene and a whole group of Nest staff and Nest children organized a small funeral.

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Dennis’ sister Winnie (10 yrs) was amongst the children who wrote letters for Dennis and later stuck them on his coffin. “I have two brothers but one is now with God” is what she wrote on the picture that she drew for her dead brother. What a brave little girl.

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Please pray for Dennis, his sister and little brother, for his mother in prison and for everyone at The Nest.

german-flag.jpg Heute müssen wir euch leider von einem traurigen Ereignis erzählen:
Eines unserer Kinder – Dennis, 12 Jahre – ist auf tragische Art und Weise gestorben. Sein Tod hat uns sehr geschockt und noch immer können wir nicht fassen und wollen wir nicht glauben, was passiert ist.
Dennis, seine jüngere Schwester und sein kleiner Bruder lebten seit ungefähr einem Jahr im Nest (zuletzt berichteten wir von ihm im jährlichen Rundbrief von Irene). Seine Mutter sitzt gerade eine 5-jährige Haftstrafe in einem Gefängnis auf dem Land ab. Die Familie kommt aus extrem armen Verhältnissen und keiner der Verwandten sah sich in der Lage, die Kinder bei sich aufzunehmen und zu ernähren. Ein Fall für das Nest. Alsbald die drei Kinder ins Nest kamen fiel uns auf, dass sowohl Dennis als auch seine Schwester akademisch auf gutem Niveau waren und so bald wie möglich eine gute Schule besuchen sollten. Wir versuchten einen Paten zu finden, der bereit war die Schulausbildung in einem  angesehen Internat für die beiden zu finanzieren. Eine einmalige Chance! Die beiden gewöhnten sich im Internat bald ein und kamen während der Wochenenden und Ferien ins Nest.

dennis-hochzeitDie letzte Aufnahme von Dennis (ganz links) auf der Hochzeit von Marlies am 14. März
Doch kurz vor Ostern bekamen wir einen überraschenden Anruf aus der Schule. Dennis fühle sich seit Tagen nicht wohl, hieß es. Dennis wurde aus der Schule abgeholt und unsere Krankenschwester brachte ihn in das nächstgelegene Krankenhaus, wo er stationär aufgenommen wurde und eine Behandlung gegen Amöben eingeleitet wurde. Nach 2 Tagen wurde er wieder entlassen und ins Nest gebracht. Doch noch am selben Tag bemängelte die Krankenschwester des Nests, dass sich der Zustand des Jungen ihrer Ansicht nach verschlechtert hatte. Es wurde die Entscheidung getroffen, Dennis in das einzige Kinderkrankenhaus in Nairobi zu bringen – eine notwendige aber keine leichte Entscheidung angesichts der hohen Kosten, die bei Krankenhausaufenthalten entstehen.
Die folgenden Tage waren durch Bangen und Hoffen gekennzeichnet. Trotz täglicher Besuche konnte Irene von den behandelnden Ärzten keine eindeutigen Aussagen bekommen, geschweige denn eine Diagnose. Die Ärzte gaben zwar an, alle möglichen Tests und Untersuchungen durchzuführen, trotzdem konnten sie nach vier Tagen noch immer keine Antwort auf unsere Fragen geben. Lediglich die Krankenhausrechnung schnellte mit jedem neuen Tag in die Höhe… Dennis ging es zunehmend schlechter; er wirkte völlig geschwächt, konnte keine Nahrung aufnehmen, klagte über Übelkeit und Schmerzen am ganzen Körper. Am Vormittag des Karfreitags wurden wir informiert, dass er wegen Atemnot auf die Intensivstation verlegt worden war und beatmet würde. Welch ein Schock! Nach mehrmaligem Nachhaken gab der behandelnde Arzt zur Kenntnis, dass am Nachmittag eine Untersuchung durch einen Lungenarzt geplant war. Doch zu einer Aufklärung kam es nie. Gegen 23 Uhr nachts erhielt Irene einen Anruf, dass sie dringend in Krankenhaus kommen solle. Dennis war bereits gestorben.
Tage und Wochen nach diesem Karfreitagsereignis beschäftigt uns noch immer die Frage nach dem Warum? Weshalb musste Dennis so früh und unverschuldet aus dem Leben scheiden? Werden Kinder aus  Kinderheimen in Kenias Krankenhäusern wirklich genauso gut behandelt wie Kinder aus reichem Hause oder müssen wir daran zweifeln?

funeral2Wenige Tage nach dem Tod organisierten die Mitarbeiter des Nests eine kleine traditionelle Beerdigung in seiner Heimatgegend auf dem Land. Lediglich ein paar Nachbarn waren anwesend, die Mutter im Gefängnis sah ihren Sohn nie wieder. Die Mehrheit der Anwesenden bildeten die Kinder und Mitarbeiter aus dem Nest.

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In einer rührenden Aktion beklebten Dennis’ Freunde aus dem Nest seinen Sarg mit selbstgemalten Bildern und Briefen. Seine Schwester Winnie schrieb: “Ich habe zwei Brüder aber einer ist jetzt bei Gott.” Ein großer Trost für das tapfere 10-jährige Mädchen, das von Mutter, Vater und nun auch Bruder verlassen wurde.

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Wir bitten um Eure Gebete und guten Gedanken für Dennis Schwester, seine Mutter im Gefängnis und all die Kinder und Mitarbeiter im Nest. Dennis Schicksal bleibt unvergessen.

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