A visitor/ Besuch im Nest

Filed under: Nest Children — MB at 9:44 am on Wednesday, January 16, 2008

british-flag.jpg After all the recent sad news from Kenya we would like to show you what lights up our days… our babies are growing and getting bigger and beautiful with every new day. Some of them have already found a new home. They are all safe, have enough milk and a warm bed. And sometimes they even get visitors like this little guy!

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german-flag.jpg Trotz all den traurigen Ereignissen, die wir aus Kenya berichten müssen, sind wir froh davon erzählen zu können, dass wir unseren Schützlinge dank unseres Miteinanders ein warmes Bett, genug Milch und viel Liebe geben können. Es geht ihnen gut! Sie wachsen und gedeihen! Und manchmal bekommen sie sogar Besuch!

Neue ungeplante Aufgaben.

Filed under: News — MB at 4:41 pm on Friday, January 11, 2008

“Kenia kommt nicht zur Ruhe” beschreibt die Süddeutsche Zeitung derzeit die Lage in Kenia. Der Kenianer John Karoki beschreibt die Situation mit Bildern (zum Ansehen HIER klicken). Seit der Bekanntmachung der fragwürdigen Wahlergebnisse herrscht Unruhe im Land, die internationalen Vermittler reisen an und wieder ab, die Flüchtlingsströme fliehen vor Gewaltausbrüchen durch das Land. Wir bekommen Anfragen von lieben Freunden des Nests, die sich Sorgen machen und nachfragen wie sie helfen können. Wir antworten: ihr alle helft bereits, indem ihr den Kindern und Frauen im Nest ein sicheres Zuhause schenkt, genug zu essen und zu trinken. Zudem versorgt ihr mittlerweile Flüchtlingsfrauen und Kinder, die in unserem Halfway House Unterschlupf gefunden haben. Irene erzählt: “Im Halfway Haus sind bzw. waren bis vor vier Tagen “nur” acht Winzlinge unter 6 Monaten und drei Mütter aus dem Gefängnis mit ihren Babys. Vor vier Tagen nahmen wir erstmals Flüchtlinge auf. Die Menschen fliehen vor Gewaltausbrüchen im ganzen Land und offiziellen Zahlen zufolge sind derzeit eine Viertel Million Menschen heimat- und obdachlos. Innerhalb weniger Tage!

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Die große Kirche neben uns hat ein Lager für etwa 350 Flüchtlinge eingerichtet. Uns werden die ganz Alten und Mütter mit ganz kleinen Kindern zugewiesen. Im Moment leben 8 Mütter mit 21 Kindern und eine alte Oma in unserem Halfway Haus.

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(Einige der Flüchtlinge beim Waschen ihrer Wäsche im Halfway Haus. Erstmals seit vielen Tagen haben sie Zugang zu Wasser.)

Es sind alles ganz einfache Bauern, teilweise können sie nicht einmal die Landessprache Kiswahili sprechen. Die Kinder schreien und fürchten sich vor mir, sie haben noch nie Weiße gesehen! Die meisten besaßen nicht viel: ein kleines Stück Land, eine Kuh vielleicht, ein paar Ziegen. Aber es reichte zum Leben, ihre Kinder hatten genug zu essen. Jetzt ist alles verloren, verbrannt, die Zukunft ungewiss. Jetzt sind sie in der Großstadt, verwirrt, verstummt, aus ihrem Alltag gerissen und warten auf Angehörige aus allen Teilen des Landes, die hierher kommen um sie abzuholen. Ein großzügiger Spender hat Zelte gekauft! Das Lager sieht nun ganz idyllisch aus, fast wie ein Ferienlager! Wie sehr der Schein trügt! Welcher Kontrast!

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Die Geschichten, die sie erzählen sind erschütternd und traurig. Viele sind noch im Schock, andere haben Familienmitglieder verloren, auch Vergewaltigungen hat es gegeben. Die meisten konnten nichts mitnehmen, nicht einmal ihren Personalsausweis. Eine Familie erzählt wie sie auf der Flucht ihre alte Großmutter, die nicht mehr so schnell laufen konnte, in einer Grube versteckten; sie anschließend mit Erde und Zweigen zudeckten, weiterliefen und erst am nächsten Morgen die Jungen zurückschickten um sie wieder auszugraben. Alle erzählen von dem Brand in der Kirche, der mindestens 25 Kinder tötete und von der Mutter, die es schaffte sich und ihr drei Jahre altes Töchterchen durch ein Fenster zu retten. Kaum war sie jedoch draußen, wurde ihr das Kind entrissen und zurück in die Flammen geworfen. Wir haben in den letzten Tagen soviel gehört – die Worte wollen nicht heraus, ich mag nicht mehr erzählen. Aber danken will ich euch dafür, dass wir durch eure Unterstützung in der Lage sind zu helfen und dass unsere NESTlinge in Sicherheit sind.

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Inzwischen ist eine Art vorsichtige Normalität in Nairobi eingekehrt. Es ist immer noch gefährlich in manche Viertel zu fahren und in die Innenstadt fährt nur, wer unbedingt muss. Die Straßen aus dem Westen sind immer noch voller Flüchtlingsströme und widerrechtlich errichteter Straßensperren. Deshalb sind die Transportwege für Lebensmittel teilweise gesperrt. Auch gab es vorübergehend kein Benzin. Manche Lebensmittelpreise haben sich mehr als verdoppelt! Firmen, die Tourismusbranche, Banken und die Nairobi Börse müssen große Verluste hinnehmen. All die wirtschaftlichen Erfolge der letzten Jahre sind in Frage gestellt.
In der Euphorie des Aufschwungs wurden die Armen vergessen, ihr Vorhandensein verdrängt. Die großen Korruptionsskandale in der Regierung der letzten Jahre wurden zwar beim Namen genannt, aber blieben ohne rechtliche Folgen. Jetzt bricht der Unmut sich seine Bahnen, mit verbitterter Gewalt bricht er hervor.
Die Folgen der sozialen Entwurzelung und Umschichtung sind zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht abzusehen und werfen das Land um Jahre zurück.
Wir hoffen und beten, dass eine politische Lösung bald gefunden werden kann und der Zündfunke der Rache im Volk verglüht. “

Happy New Year/ Gutes Neues Jahr

Filed under: News — MB at 10:00 am on Tuesday, January 1, 2008

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british-flag.jpg In Kenya people recently have been wishing each other a Merry Christmas, Peaceful Elections and a Happy New Year. Christmas has been merry, the elections however have not been peaceful and we are not sure what the New Year will be like. At the moment people in Kenya are worried. Only time can tell how soon the political situation will stabilize.

german-flag.jpg Die Menschen in Kenia haben sich in den letzten Wochen Fröhliche Weihnachten, Friedliche Präsidentschaftswahlen und ein Gutes Neues Jahr gewünscht. Weihnachten war fröhlich, die Wahlen sind jedoch nicht friedlich verlaufen und man ist verunsichert, was das Neue Jahr bringen wird. Im Moment sind die Menschen in Kenia besorgt. Es bleibt abzuwarten, ob und wie schnell sich die politische Lage stabilisiert.