Irene erzählt: “Im März 06 musste eines unserer Babies ums Überleben kämpfen, weil sie trotz meiner Bitten und meines Flehens und Forderungen viel zu spät operiert wurde. Das kam so: Als die Kleine, 6 Wochen alt, vom Jugendamt eingewiesen wurde, wog sie 1700g und hatte eine schwere Gehirnhautentzündung. Wir mussten sie ins Krankenhaus einliefern. Sie erholte sich nur langsam und wurde nach 3 Wochen entlassen. Nach weiteren 3 Wochen jedoch bekam sie leichtes Fieber und wir brachten sie sofort zurück in Krankenhaus. Am nächsten Tag war es offensichtlich, dass das Gehirnwasser sich staute und nicht abfließen konnte (eine hier häufige Komplikation nach einer durchlebten Gehirnhautentzündung). Die Kleine litt schreckliche Schmerzen. Ihr Köpfchen schwoll an, sie konnte nicht mehr schlucken und ihre Augen waren zu geschwollen. Die Ärzte gaben aber nur Schmerzmittel. In meiner Verzweiflung bat ich den Arzt der deutschen Botschaft mich ins Krankenhaus zu begleiten. Er darf eigentlich nur deutsche Staatsbürger behandeln und deshalb „verhandelte“ er höflich mit den Ärzten. Inzwischen war die Kleine ins Koma gefallen. Endlich – am vierten Tag wurde sie operiert und erhielt den lebensrettenden Schlauch eingepflanzt. Danach war sie 3 Tage auf der Intensivstation. 2 Wochen darauf holten wir sie wieder ins Nest. Die Krankenhausrechnung betrug insgesamt 4200 € – mit Hilfe einer grosszügigen Spende konnten wir bisher etwa die Hälfte der Rechnung bestreiten. Der Rest steht noch aus!
Mercy’s Gehirn ist jetzt geschädigt, doch wir hoffen, dass wir ihr zu einer Zukunft in Liebe und Geborgenheit verhelfen können! Sie ist so ein besonderes Kind. Wir alle haben sie so sehr ins Herz geschlossen.Und stellt euch vor: seit ein paar Wochen sitzt Mercy schon ganz alleine! Seht selbst welche Fortschritte sie gemacht hat…”
