Diese Woche hat sich ein Krankheitserreger im Halfway Haus breit gemacht. Alle Kinder, die von einem ländlichen Krankenhaus zum NEST gebracht wurden, sind davon betroffen. Diese Babies waren alle in einem ganz schlechten Zustand, unterernährt und krank. Keines war älter als 8 Wochen. Über Nacht ist nun ein Baby nach dem anderen krank geworden. Fieber, Husten und schnelle Atmung. Alle Anzeichen für eine bakterielle Lungenentzündung, die im Moment in Nairobi grassiert. Sieben Babies waren so schwer erkrankt, dass wir sie ins nahe gelegene Missionskrankenhaus brachten. Baby Moses hat es leider nicht geschafft. Er ist am Dienstag im Krankenhaus vestorben. Wir sind geschockt und trauern sehr um ihn. Inzwischen sind die ersten Babys, Trisha, Nyawira, Margret und Benson, wieder als gesund entlassen worden, aber die beiden anderen liegen noch auf Intensivstation mit Sauerstoffbedarf. Wir beten für ihre baldige Genesung.

In dieser Situation sind wir erneut mit dem kenianischen Gesundheitssystem konfrontiert. Die Kliniken hier weisen die unterschiedlichsten Standards auf. Krankenhäuser mit europäischem Standard sind nur für die Reichen bezahlbar, so dass man sich als einfacher Bürger mit dem nötigsten zufrieden geben muss. In den meisten staatlichen Krankenhäusern fehlt es an der medizinischen Grundausstattung (z.B. Geräte zur Überwachung der Sauerstoffsättigung im Blut). Oder Patienten mit Tuberkulose liegen im Achtbettzimmer,und auch schon mal zu zweit in einem Bett. Alles, z.B. Aufnahme oder Behandlungsbeginn, dauert lange, viel zu lange, manchmal so lange, dass die Hilfe zu spät kommt.
Hinzu kommt der finanzielle Aufwand, der sich aus der fehlenden gesetzlichen Krankenversicherung ergibt. Denn welche Privatversicherung würde wohl ein mangelernährtes Kind ohne Eltern, bei dem nicht klar ist, ob es vielleicht HIV positiv ist, versichern?
Um diese Kosten im Rahmen zu halten, bringen wir kranke Kinder zunächst ins etwas günstigere Missionskrankenhaus. Nachdem Baby Moses dort innerhalb von Stunden so plötzlich gestorben ist, und dort keine Sauerstoffmasken zur Verfügung stehen, verlegten wir die anderen Babies aufgrund der Schwere ihrer Ekrankung ins einzige Kinderkrankenhaus Nairobis. Heute nun erhielten wir die erste Rechnung: 610 € lautet sie. Drei Tage nur war die kleine Margret im Krankenhaus. Wir wagen garnicht dran zu denken wie hoch die Kosten für Baby Peter sein werden, der seit 4 Tagen auf der Intensivstation behandelt wird.

This week our weakest babies at the Halfway House contracted a heavy pneumonia which seems to be going round in Nairobi (hospital wards are full of sick children). The babies had all come to us from a rural hospital and had not been older than 8 weeks when they arrived at The Nest. In only one week one baby after another fell sick over night – seven in total. Fever, coughing and rapid breathing, typical signs for pneumonia. Unfortunately we had admit all the babys to hospital. We took them to a nearby mission hospital first. Sadly, one of the babys – Baby Moses – died there on Tuesday. We are shocked and deeply saddened. We would have loved to give this little one a chance in life. Meanwhile two babys have been discharged again. However, after what happened to Moses we decided to transfer the others to a private hospital where they were immediately taken to Intensive Care Unit on oxygen. We pray for their recovery!
In this situation we are once again confronted with the Kenyan health system. There are hospitals with totally different standards in Kenya. Private hospitals are only affordable for wealthy people in society and the majority of Kenyans gets treated in government or mission hospitals. These often lack the most basic medical equipment (such as pulsoxymeters) and hygiene standards are low (e.g. children with tuberculosis are put into a room with eight other patients or often two patients share a bed). In all hospitals, actions take long to happen, sometimes too long and any given help comes too late.
Additionally, a huge financial burden is caused by the fact that there is no national health insurance in Kenya. Honestly, which private insurance company would insure a malnourished child that turns out to be HIV positive on top of that? To keep our medical costs in line we at The Nest usually take our sick children to the nearby mission hospital first. However, after our baby Moses died so suddenly we transfered the other to Getrude’s Children’s Hospital from where we received our first bill for Baby Margret: US$840 for three days in hospital. We don’t dare to think about what the cost for Baby Peter will be who spent 4 days in ICU…